Der bewegte Mann(ager) - Agilität in Deutschland
“Forschung und Entwicklung leben vom gegenseitigen Austausch und von konstruktiven Kooperationen. Aus dieser Überzeugung heraus möchten wir den Gedanken- und Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche sowie zwischen Wissenschaft und Praxis fördern und unterstützen.”
Dies ist das Motto der User Groups der Softwareforen Leipzig. Bei Arbeitstreffen zu einzelnen Themen werden die Mitglieder der User Group, allesamt Entscheider aus Firmen aus der Wirtschaft, zu tiefgehenden Diskussionsrunden zusammengebracht. Um die Diskussion anzukurbeln, werden Vertreter aus Hochschulen und Firmen eingeladen, die zu einzelnen Themen referieren.
Bei der User Group “Agile Methoden in der Softwareentwicklung” wurde Carsten Sahling als Referent eingeladen (nicht zuletzt wegen seines Artikels im Objektspektrum zum gleichen Thema), um mit DSDM Atern eine alternative Methode zum allseits bekannten Scrum vorzustellen.
Da die Teilnehmer in der Mehrzahl entweder kurz davor stehen, Scrum einzuführen oder Scrum vor Kurzem eingeführt haben, war der Vortrag so aufgebaut, dass ein möglichst großer Praxisnutzen daraus gezogen werden konnte.
Ausgehend von den weniger schönen Aspekten aus der Wasserfall-Methodik wurden agile Konzepte vorgestellt, im Speziellen Scrum. In einem zweiten Teil wurde dann aber eindrucksvoll gezeigt, dass die Theorie allein noch keinen Erfolg garantiert.
Ein Fallbeispiel aus dem Scrum-Master-Alltag bildete den konkreten Anfang, anschließend wurden die Geschehnisse derart verallgemeinert, dass sich generelle Muster (Patterns) abzeichneten, die sich negativ (Anti-Patterns) auf den Verlauf auswirken.
DSDM Atern, eine britische agile Methodologie, bietet hier teilweise etwas andere Ansätze. Nach einer Vorstellung dieses Verfahrens wurden Scrum und Atern einander gegenüber gestellt und miteinander verglichen. Abschließend wurde bewertet, welche Methodik für welche Art von Projekten besser geeignet scheint.
Bei den Teilnehmern kam der Vortrag besonders deshalb so gut an, weil er praktische Erfahrungen vermittelte, die die Teilnehmer der User Group aufgrund ihrer teilweise geringen agilen Erfahrung noch gar nicht haben können. Viele gute Fragen und lebhafte Diskussionen auch beim anschließenden Abendprogramm zeigten dies deutlich.
Beim Veranstalter kam der Vortrag übrigens so gut an, dass Carsten Sahling für das Folgetreffen im November bereits wieder als Referent verpflichtet wurde, diesmal zum Thema “Anti-Patterns in der agilen Softwareentwicklung”. Dies darf als besondere Ehre gewertet werden, da Referenten ansonsten nur einmalig geladen werden.
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