Mehr Standards = Bessere Software?
“Effizienz und Effektivität” - das ist die Grundanforderung an die Softwareentwicklung. Da dauert es nicht lange, und der Ruf nach Standards wird laut. Klingt ja auch verlockend: Eine standardisierte Architektur, Software und/oder Systemlandschaft. Sollten sich da nicht alle Probleme in Luft auflösen? Dieser Vortrag wirft kritische Blicke auf Standards in allen Bereichen der Informationstechnologie (und darüber hinaus).
Das Ziel von Standards ist die Vereinheitlichung von Dingen oder Prozessen. Unglücklicherweise steht dieses Ziel im Konflikt mit vielen anderen Interessen. So müssen sich Standards gegen konkurrierende Technologien behaupten, die aufgrund ihrer Nicht-Standardisierung oft schneller am Markt verfügbar sind. Kommerzielle Interessen der in den Standardisierungsgremien vertretenen Unternehmen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Ergebnis. Einige Standards scheitern, weil die von ihnen geforderten Voraussetzungen noch nicht gegeben sind. Und dann ist da noch der Mensch als Individuum, der sich Standards nicht so ohne Weiteres überstülpen lässt.
Ein Blick über den Tellerrand zeigt die Verwendung von Standards außerhalb der Informationstechnologie, exemplarisch in der Luftfahrt und bei der Feuerwehr.
Durch wechselnde Sichtweisen (Softwareentwickler, -architekt, Projektleiter, Produktmanager, Marketingabteilung, Fachabteilung) ergibt sich ein vielfältiges Bild, das zum Nachdenken darüber anregt, was Software denn nun wirklich besser macht.
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